FWG 2015
FWG Lampertheim, die einzige Gruppierung, die den Blick in die Zukunft wagt. Bevölkerungsentwicklung, Wohnen, Arbeiten, Verkehr, Erholung, Haushaltskonsolidierung, ein ganzheitliches Konzept.
Stadtentwicklungskonzept 2015
Wie soll bzw. wie muss sich Lampertheim bis ins Jahr 2015 entwickeln? Welche Projekte
sind anzustoßen? Welche sofort, welche später?
Die Initiative zum Stadtentwicklungskonzept 2015 kam von der
FWG Lampertheim. Eine wesentliche Forderung der FWG war, dass das Konzept von
der Lampertheimer Bürgerschaft entwickelt
werden sollte. Anders als sonst, sollten Politik und Verwaltung eher im
Hintergrund agieren. Ziel muss sein, so die FWG, bisher nicht politisch organisierte aber mit guten Ideen versehene
Bürger zur Mitarbeit zu gewinnen. Wir sind der festen Überzeugung, dass das auf
breiter Basis angelegte
Stadtentwicklungskonzept 2015 vom überwiegenden Teil der Bevölkerung angenommen
wird.
Mitte 2003 bildeten sich 4 Gruppen mit den Themenschwerpunkten
Siedlungsentwicklung, Innenstadtentwicklung, Verkehr und Grünfläche. Seither
machen sich engagierte Bürger, fachkundige Bürger, Politiker und Mitarbeiter der
Verwaltung Gedanken über Lampertheim. Mitte 2004 legten die 4 Gruppen den Abschlussbericht
mit reichlich Handlungsempfehlungen vor. Es
folgte ein Workshop mit Vertretern der Verwaltung und den Fraktionen sowie den
Sprechern der einzelnen Gruppen, um Prioritäten zu setzen. Jetzt liegt es an
den Stadtverordneten die Ideen umzusetzen.
Bevölkerungsentwicklung
Wer sich Gedanken über die Zukunft Lampertheims macht, muss die Entwicklung der
Bevölkerung betrachten. Die Einwohnerzahl Lampertheims ist rückläufig. Die Kosten der
Kommune steigen. Unser Ziel muss sein, die heutige Einwohnerzahl von 32.000 zu
halten, damit die aufgebaute Infrastruktur wie Kindergärten, Schulen,
Sportanlagen etc. auch in Zukunft ausgelastet ist.
Dafür brauchen wir Wanderungsgewinne aus Mannheim. Diesen gutsituierten
Neu-Lampertheimern müssen wir attraktive Grundstücke und Wohnungen anbieten.
Sie werden es uns mit entsprechenden Steuerabgaben danken. Für diese
Gruppe werden wir das Baugebiet Rosenstock in mehreren Abschnitten entwickeln.
Wir brauchen vor allen Dingen aber auch Lampertheimerinnen und Lampertheimer,
die sich wieder trauen Kinder in die Welt zu setzen. Für diese jungen Leute
brauchen wir bezahlbare Wohnungen und durchgängige
Kinder-Betreuungsangebote. Das heutige Angebot kann schon einiges
bieten, ist jedoch noch mit Lücken versehen. Die Betreuung muss im Babyalter
mit Krippenplätzen beginnen, bis hin zu Ganztagsschulen. Ein besonderes
Augenmerk legt die FWG auf Frühförderung
im Kindergarten zur Erhöhung der Chancengleichheit. Lampertheim soll zur kinderfreundlichsten
Stadt werden.
Der durchschnittliche Lampertheimer wird älter und bleibt länger mobil. Den
geänderten Lebensbedingungen müssen wir schon heute mit entsprechendem
Wohnraum nachkommen. Diese "mobilen Alten"
werden attraktive Wohnungen in zentralen Lagen mit Fahrstuhl, Tiefgaragenplatz
und Ärztezentrum in der Nähe suchen. Die Innenkernbebauung
"Pestalozzi-Block" könnte solche Wohnungen beinhalten.
Verkehr
Die FWG wagt sich als erste Gruppierung, an das Umgehungskonzept Lampertheim. Bisher hat sich keiner getraut, den Kreis um Lampertheim zu
schließen
und eine Trassenführung über Mannheimer Gemarkung zu fordern. Entscheidender
Baustein ist die Südumgehung. Die FWG lässt sich durch
die Landesgrenze nicht
irritieren. Ausgehend von Kirschgartshausen führt die Südumgehung in
Richtung Osten, quert die Bahn und stößt auf die K3. Mit diesem Kreis um
Lampertheim herum kann erstmals Wormser Straße, Römerstraße und
Wilhelmstraße entlastet werden.
Auch der Verkehr in der Kernstadt Lampertheim muss besser geführt werden.
Wir müssen Auswärtigen eine Chance geben sich in Lampertheim zurecht zu finden.
Die FWG schlägt hierzu ein Innenstadt-Ringsystem
vor. Alle wichtigen Ziele innerhalb aber auch außerhalb des Ringsystems sind
eindeutig ausgeschildert. Der Verkehr im Ring hat Vorfahrt.
| FWG 2015 |
| Wohnen | Baugebiete | Bebauung Rosenstock in mind. 3 Abschnitten |
| Bebauung Gleisdreieck vorbereiten | ||
| Städtebauliche Neuordnung / Sanierung |
Bebauung Pestalozziblock Innenstadt Nordwest Falterweg |
|
| Verdichtung | verschiedene Quartiere mit großen Gärten eignen sich zur Verdichtung | |
| Betreuungskonzepte | ||
| Arbeiten | Gewerbegebiete | Bebauung Lache in mehreren Abschnitten |
| Bebauung Innenstadt Nordwest | ||
| Verdichtung | Überplanung von Industrie- und Gewerbebrachen | |
| Verkehr | Übergeordneter Verkehr | Umgehungskonzept Lampertheim mit Südumgehung |
| Südumgehung | ||
| Spange Rosenstock | ||
| K3 | ||
| Weiterführung der Ostumgehung Richtung Wormser Straße | ||
| Örtlicher Verkehr | Wormser Straße, Römerstraße und Wilhelmstraße entlasten | |
| Innenstadtringe | ||
| Großflächig Tempo 30 | ||
| ÖPNV | Optimieren der Lampertheimer Buslinien | |
| S-Bahn-Anschluss forcieren | ||
| ICE-Neubaustrecke | Kampf gegen die Neuschloß-Variante | |
| Freizeit | Sport | Sanierung Biedensandbäder |
| Natur | Deichrückverlegung Kirschgartshausen | |
| Altrheinpromenade | ||
| Stadtpark | ||
| Bebauungsplan "Die Gärten" | ||
| Radwegenetz | Rundweg verbessern | |
| Radweg Heppenheim | ||
| Radweg nach Worms verbessern | ||
| Haushalt | Neues Steuerungsmodell | |
| Konsolidierung | Stärkere Zusammenarbeit mit Nachbarkommunen | |
Kommunaler Haushalt
Wirksame
Haushaltskonsolidierungsstrategien setzen strukturelle Veränderungen bei
den Haushalten voraus. Die Verwaltungsreform mit der zukünftigen
Organisation der öffentlichen Verwaltungen nach betriebswirtschaftlichen
Grundsätzen steht hier im Mittelpunkt. Hier ist die Stadt auf gutem Wege.
Nicht
von gleicher Bedeutung, aber dennoch als effiziente Haushaltskonsolidierungsstrategie
ist die „Interkommunale Zusammenarbeit „ mit den Nachbargemeinden einzuschätzen.
Ulrich Guldner, 12.12.2005